TEXT
Please, talk language to them!
Wir zwei sind aus gutem Grund gegen Werbisch und texten auch kein Werbe-Blahblah. Jeder, die Wirtin zum Gleis 25 des Eintracht Frankfurt genauso wie Lehrer und Schüler der Geretsrieder Abi-Klasse, sind in der Alltagssprache trainiert und verstehen sie sofort. Warum sollen sie Werbisch als Zweitsprache nehmen?
Wer für die Leute draußen Texte macht, egal ob an Professoren oder Hausmeister, tut also gut daran statt zu quälen, in der Erzählsprache des Alltags zu bleiben: Talk language to them!

Werbewelsch oder Fachchinesisch müssen im Kopf des Zuhörers oder Lesers noch einmal in normale Sprache übersetzt werden. Das ist ein Durchlauf mehr und strengt an.
Wir bevorzugen daher in der Unternehmenskommunikation für unsere Kunden (Beispiel hier: KONFERENZZENTRUM) die Erzählsprache, denn nichts fesselt mehr als Erzählungen und Geschichten.
Fachsprache ist nicht immer nur Bullshitbingo. Sie filtert.
Oder kann wie Steno funktionieren: Lange und komplexe Inhalte werden schneller in platzsparenden Kürzeln ausgedrückt. Das ist in in der Fachkommunikation sehr hilfreich. Ohne Festlegung auf standardisierte Termini würde Kommunikation unter Fachleuten anstrengend werden. Fachsprache verwenden und filtern kann also voll in Ordnung sein, kommt nur darauf an für wen. Wir tun es ebenfalls. Ein Zuviel des Guten ist jedoch auch bei Fachpublikum schädlich.
Wir nehmen im B2C wie auch im B2B nicht nur Geschichten mit wirklichen Inhalten, sondern auch möglichst "plain German". Die typische Werbesprache halten wir dagegen für'n Hugo: Geschäftsleute, Verbraucher, Endkunden sind hoffnungslos übersättigt und können sie nicht mehr hören: die "pfiffigen Texte" "mit Pepp", um einfallslosen Inhalt aufzumotzen. Machen wir auch nicht.
BILD
Interesse bewirken statt Rätsel aufgeben.
Kunst ist, wenn alles anfängt, über das Bild nachzudenken. Daher werden auf Vernissagen Prosecco und Häppchen gereicht, um den Künstler und sein Publikum von der Merkwürdigkeit abzulenken, dass sich jeder etwas anderes denkt.

Bei Auftragskommunikation sind nicht daher nicht nur gegen Werbisch, sondern auch knallhart gegen Kunst.
Klingt nicht fein, aber das Bild in der Unternehmenskommunikation und Werbung funktioniert eben anders.
Schmeckt Coca-Cola wirklich besser als Pepsi-Cola? Was lässt uns die Levi's cooler erscheinen als andere Jeans? Wie bringt uns die Werbung eigentlich dazu, manche Marken stärker zu mögen als andere?
Mit Bildern. Sie setzen gezielte Reize, ohne einen rätseln zu lassen.
Im Idealfall sagen sie noch nicht einmal das Gleiche wie die Headline (Bild-Text-Redundanz oder non-pc: Neger vor Hütte), sondern sie ergänzen sich: Hohe Schule.
Wir streben das an, weil es nur so geht, und freuen uns, wenn Sie das auch so sehen.





