Was ein Agenturscreening wirklich bringt:

Darauf spezialisierte Portale im Netz versprechen einen ordentlichen Blick „hinter die Kulissen“, weil man sich nicht auf „schöne Bilder“ und „schöne Worte“ verlassen soll.*

 

Als da sind:  VDWA, Agenturscout, werbeagentur.de, werbeagentur-in.de und wie sie alle heißen.

Sie sortieren uns Designagenturen brav technokratisch nach: Branchenkenntnissen, Spezialisierungen, Positionierungen auf bestimmte Unterarten von Dienstleistungen (z. B. Events oder Messe) oder nach Prozessen.

Selten nach Stil. Nach menschlicher Chemie schon gar nicht.

Das funktioniert nicht mit den relativ groben Suchalgorhythmen, die sie für ihre internen Suchen programmieren. Was mich daran denken lässt, dass auch der Google-Bot „dumm ist“, klar. Er ist aber nicht ganz so einfältig wie diese internen Suchen. Der vielgeschmähte Google-Bot kann wenigstens semantisch, in seinen Bildersuchen kann er Stile. Das ist der feine Mechanismus einer Uhr, verglichen mit den klobigen Zahnrädern der Agenturscreener.

 

Deren nächstes Versprechen:

Sie versprechen, Agenturen und Unternehmen zusammenzuführen. Tatsächlich aber bieten sie

1. fast immer nur Projekte an;

2. sind häufig nur die Agenturen, die ordentlich Spielgeld mitbringen, diejenigen, die in den Listen vorne dranstehen.

Die Objektivität, die versprochen wird, könnte also eine Schein-Objektiviät sein. Die Geschäftsmodell dieser Agenturscreening-Portale ist, damit Geld zu verdienen. Sie sagen aber:

„Wir bieten eine Agentur-Auswahl mit Erfolgs-System. Professionell, objektiv und effektiv.“

 

* Die Situation, wie sie wirklich ist.

Diese Art Erfolgssystem und Datenbank-Schemata bringen nichts. Sie verheißen einer technophilen Klientel den heiligen Gral.

Die Wahrheit ist viel banaler: Viele Unternehmer und Marketingleiter haben kulturell Schwierigkeiten damit, Design und Text fachlich richtig einzuschätzen. Sie sind nicht in der Lage, fachlich zu begründen, ob das angebotene Design Ramsch ist oder durchdacht. Es ginge schon, man kann das können. Ich kann das, mein Mann kann das, viele Kulturschaffende und fast alle Kreativen können das.

Das Einkaufspersonal vieler Unternehmen hat zwar kluge Excel-Tabellen,  aber nicht das kulturelle Werkzeug dazu, die Qualität von Ideen, Texten, Grafiken richtig einzuschätzen.

Es bleiben als Problemlösung nur technisch einfältige Klassifizierungsansätze: Nach Preis, nach Branche, nach Größe.

Das Problem für Unternehmer, die richtige Agentur zu finden, die wirklich zu ihnen passt, bleibt weiterhin bestehen.

In Wahrheit geht es immer nur um Stil, Handschrift, den menschlichen Nasenfaktor und das richtige Feeling für das Corporate, die Seele des Unternehmens.

Erst in zweiter Linie um die Branchenerfahrung (beim B2C).

Lösung

Ein Screeningberater, der zusätzlich zur Verhandlungs- und Organisationskunst kulturelle Handschriften lesen kann. Das sind Leute, die Design beurteilen können, die Texte bewerten können. Die Marcel Reich-Ranickis des Designs, mit der Lizenz zum Verriss.

 

ANRUF: 089 12196963 (Klick)
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