Grafikdesign-Bewerber in München machen ständig diese 3 Fehler …

Papierkorb

… und leider immer noch mit Fleiß.

 

Jedes Grafikdesign-Büro, so auch wir, bekommt Bewerbungen in Form von Portfolios von sehr produktiven und fleißigen Grafikdesignern. Kein Wunder, Grafikdesign ist trotz irre schlechter Berufsaussichten sehr beliebt. Unser erster Gedanke ist ein positiver: Ui, man wird trotz Google-Downdates im Internet gefunden! Das wärmt.

Dicht gefolgt jedoch vom zweiten Gedanken: Verdammt, was schreiben sie denn da? Das wärmt nicht. Auch ein kleines Grafikdesign-Büro wie uns nicht. Warum?

 

Erster Fehler:

die nicht auszurottenden „Sehr geehrte Damen und Herren“.

Hallo? Irgendwer zuhause? Diese anonyme Anrede kommt nicht gut an bei familiären Grafikdesign-Büros, die branchentypisch einen sehr persönlichen Draht pflegen bei Mitarbeitern und Kunden. Man kann gerade bei einem Grafikdesign-Büro hervorragend herausfinden, wer die Ansprechpartner sind und wie sie heißen. Es gibt da dieses Ding, das sich Impressum nennt. Man darf nur nicht zu faul sein zu pasten: Da steht bei Freiberuflern immer der Inhaber mit Namen – das muss, sonst mahnt ihn wer ab, da ist er sehr genau. Wenn es sich um eine GmbH handelt und der Geschäftsführer nicht aufgeführt ist, dann schaut man bitte als hoffnungsvoller Grafikdesigner, was im Menupunkt „Team“ oder dergleichen steht. Wenn Fehlanzeige, dann ruft man an! Und fragt, wer aus der Designagentur der Ansprechpartner für Bewerber ist. Bevor man seine Bewerbung losschickt. Vorher anrufen ist eh immer besser. Vor Grafikdesign-Büros braucht man keine Scheu haben, es sind freundliche Leute, die helfen gerne weiter. Sollte ein Angerufener unwirsch sein, dann war er entweder im Stress oder er ist als Charakter grundsätzlich unwirsch. Als Bewerber kann man sich dann zu Recht fragen, will ich echt in so einen Stress-Schuppen oder will ich derart unwirsche Chefs? Nein. Natürlich nicht, und – hurra – schon wieder Geist und Strom/Akku gespart, an solche Leute eine mit 3 MB bepackte E-Mail voller liebevoll aufgeführter Arbeitsproben zu senden.

 

Zweiter Fehler:

im Anschreiben weglassen, warum man denn unbedingt bei diesem kleinen komischen Grafikdesign-Büro namens [ …] und nicht bei Sagmeister & Walsh in NY arbeiten möchte.

Ein flaches „Ich war auf Ihrer Internet-Seite und sie hat mich total angesprochen“ dürfte schwerlich reichen. Big Fail! Ein noch so kleines Designbüro wie unseres, das sich auf der Site deutlich in seinen Texten sehr viel Mühe gibt – sogar auf die Gefahr hin, dass sich potenzielle Auftraggeber von ihm abwenden statt hin – sich darüber auszudeutschen, wo sein Fokus ist und warum sie diese funny Philosophie gewählt haben und nicht die andere, kann da richtig grantig werden. Statt geschmeichelt (was vermutlich das Ziel des Adepten war). Strengt euch mehr an euch zu überlegen, warum ihr genau da hin wollt – das war leider. noch. nix.

 

Dritter Fehler:

Passt bitte auf, welches Grafikdesign-Büro in München ihr genau adressiert.

Warum? Es steht bei euch gerne entweder im cc oder direkt im PDF die falsche Designagentur drin. Loser! Macht nix? Wenn ihr als hoffnungsvolle Grafikdesign-Bewerber und als voll smarte Digital Natives und SmartPhone-Nutzer derart schlampig die Adressen tauscht, dann will man nicht mehr wissen, was ihr dann macht, wenn ihr dort arbeitet und Grafiken in InDesign austauscht/aktualisiert. Ebenso. schlampert?

Warum ihr alle 3 Fehler immer noch macht? Keine Ahnung. Weil ihr auf einem E-Mail-Marketingkurs gelernt habt, dass Masse der King ist? Irgendein Dummer beißt schon an? Hoffentlich nicht.

Wir möchten wirklich nicht ständig zurück schreiben müssen:

Deine E-Mail sent by your smartphone war so langweilig, dass sich bei uns spontan ein Papierkorb um sie gebildet hat.

Wir meinen es nur gut.

 

 

 

 

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