Warum andere Firmen an deiner Firma vorbeiziehen und den Umsatz machen – und du nicht

Die 3 häufigsten und schlimmsten Denkfehler von unerfahrenen Auftraggebern, die Grafikdesign und Webdesign beauftragen:

 

1. Sie glauben, dass der Grafikdesigner nichts über ihre Inhalte und Absichten wissen muss.

Es gehe doch „nur“ um Design, Deko. Was muss da der Grafikdesigner schon groß über dein Geschäft, dein Geschäftsmodell und über deine Kunden wissen. Der Grafikdesigner mache das doch „wie man das halt macht“, wenn man ein Design oder ein Webdesign anfordert. Er erzeuge bitte schnell und günstig aus dem Nichts eine stylische Deko, etwas Superschickes, was man heute so hat. Du denkst: Er soll machen und nicht so viel fragen. Ein Briefing brauche es nicht. 

Dann passiert Folgendes: Du bekommst etwas nichtssagendes Schickes. Nett. In seiner hypermodernen Eye-Candy-Schickness leider austauschbar, weil das meiste mittlerweile draußen so aussieht. Und das dir genau deswegen keinen einzigen Kunden gewinnt. Warum auch. Schicke Wandtapeten können keinen Kunden gewinnen. Sie sprechen nicht, sie sind nur schick – dumm gelaufen und jetzt … ?   Wie wäre es stattdessen mit etwas, das gut aussieht und dich Kunden gewinnen lässt? Dann erzähle deinem Designer und deinem Texter doch, was du genau vorhast und welche Problemlösungen du anbietest. Damit sie dich verstehen und das Richtige gestalten.

 

2. Sie glauben oft, dass sie keine ‚Werbetreibenden‘ seien.

Und glauben damit, „diese ganze kommerzielle Zeug“, dieses böse ‚Marketing‘ nicht zu brauchen. Irrtum! Ein Werbetreibender bist du bereits, wenn du ein Geschäft oder eine Bar aufmachst und Logo, Ladenschild und Flyer beauftragst, um auf dich aufmerksam zu machen. Da kannst du gar nichts machen. Mach dich ehrlich, leider brauchst du „dieses kommerzielle Zeug“ (wie zum Beispiel eine strategische Positionierung oder ein Reason Why), sonst kriegst du keinen Kunden. Außer Tante Erna und zwei deiner Freunde, die jetzt nicht mehr deine Freunde sind, weil du sie zu sehr wegen deines Produkts zugequatscht hast … .

Dazu später mal ein White Hat Marketing Beitrag von mir über mäßig erfolgreiche Unternehmer und Neueinsteiger, die sich oft eine Menge Unsinn einbilden. Sie glauben, dass Marketing immer böse, immer Black Hat Marketing ist mit übertriebenen Versprechungen und fiesen Traffic-Tricks. Sie wissen nicht, dass es White Hat Marketing gibt, mit dem man erfolgreich arbeiten und nachts mit reinem Gewissen gut schlafen kann.

 

3. Sie glauben, dass man als kleine Firma nur eine „Webvisitenkarte“ brauche.

Weil sie so tolle Produkte haben, die sich wie geschnitten Brot selbst verkaufen würden (wirklich?) und daher „gar keine Kundengewinnung bräuchten“.

Oder weil „man im Netz eh keine Kundengewinnung machen könne“. Schick muss die Site sein und es soll nicht viel drauf stehen.

Das werde ich oft gebeten. Man wünscht darauf ausdrücklich „kurze Texte“, aber treffsicher sollen sie sein, nicht viel zu lesen. Das möchte man. Und schicke Bilder, ja das schon. Und hippe Digital-Effekte, die zeigen sollen, dass man ein modernes Unternehmen sei, das hätte man gern. Und ja keine dialogorientierte und was Konversion betrifft eine funktionierende Website. Das versteht man nicht, warum man das braucht. Nein, man wolle doch nur eine „Webvisitenkarte“ mit ein bisschen „Wir über uns“ und dem üblichen „Der Mensch steht im Mittelpunkt“, einem Impressum und fertig.  

Das ist der dickste Irrtum. Warum?

Ohne eine wirklich gut gemachte Website, die die Bedürfnisse deiner Kunden begeisternd anspricht und sie an die Site fesselt, werden andere an dir flott vorbeiziehen und den Umsatz machen. Nicht du.  

Es iust eine traurige Wahrheit, dass diese „schicken“ Webvisitenkarten Friedhöfe sind. Voller Plattitüden, voller Banalitäten und unfreiwilliger Selbstbeweihräucherung. Austauschbar. Und daher uninteressant. Tausende, ach Millionen solch dumme Dinger flottieren im Netz, niemand findet und niemand besucht sie. Niemand braucht sie. Warum? Weil nichts drinsteht! Außer Banales.  

Und weil nichts drin steht, findet sie nicht einmal der Bot. Es ist so traurig.

Welcher als technischer Erstbesucher vor allen lebenden Menschenwesen-Besuchern die Seite aufsucht und im Anschluss zu indizieren hat, damit sie von deinen Interessenten gefunden werden kann. [Was ist indizieren: Die Site wird in eine Art Katalog-Datenbank der Suchmaschine aufgenommen, damit sie überhaupt erst mal für andere Besucher als der Bot anfängt zu existieren. Vorher existiert sie real einfach nicht.]

Die Webbesucher brauchen keine platten, unkonkreten Leerformeln und auch keine ausufernden ‚Firmenphilosophien‘, sondern konkrete Lösungen angeboten für ihr Problem. Für das du die Lösung hast.

Sie stellen Fragen ins Netz, in ihre Google-Suche, sie suchen konkret nach Lösungen für ihr Anliegen. Denk drüber nach. Deine Website muss das ausstrahlen, dass du für diese Menschen nachdenkst und ihnen etwas geben kannst. Das gute Design dazu unterstützt das. Das schlechte Design dazu lenkt ab, es macht nur Remmidemmi.

Beispiel: In dieser großen Hitze zur Zeit geht es vielen Teichgewässern schlecht. Es bilden sich im Übermaß sichtbare Algenteppiche, einige davon sind sogar giftig (Blaualgen). Der Teichbesitzer ist besorgt, dass sein Gewässer umkippt. Mit Chemie will er allerdings nicht hantieren, denn es sind Fische drin. So geht er ins Netz und sucht nach probaten Antworten. Forum-Nutzer aus Teichforen könnten sie ihm geben (diese Antworten dauern aber bis zu 5 Tagen und sind für ihn daher nicht hilfreich), und er wird Firmenwebsites finden, welche – hoffentlich – Lösungen haben für sein Problem. Und es wird nicht der Anbieter sein, der erhaben von der Schönheit von Teichanlagen redet und ansonsten im Ungefähren bleibt.

Nein, es wird der Anbieter sein, der sein Problem konkret anspricht – genau deswegen auch vom Teichbesitzer gefunden wird – und dafür ein biologisches Produkt oder eine ungefährliche und rasch wirkende Methode entwickelt hat. Und dies auch auf der Site ansprechend und verstehbar kommuniziert. Der Teichbesitzer geht erfreut in dessen Shop und kauft.

 

Weißt du, was Designs und Webseiten erfolgreicher Anbieter von den Designs und Webseiten weniger erfolgreicher Anbieter unterscheidet?

Die raffinierteren Effekte? Das schickere Design? Die schlaueren Tricks?

Nichts von den dreien. Entscheidend für deren Erfolg sind immer ihre geschriebenen und gelebten Inhalte, ihre fesselnden Botschaften, die aufmerken lassen. Was sagst du den Menschen. Mit welchen Worten in welcher passend dazu gestalteten Umgebung schaffst du Vertrauen. Mit welchen Dingen differenzierst du dich. Was bietest du zur Problemlösung an, was andere Anbieter nicht haben. Das muss da stehen!   Entscheidend für deinen Erfolg sind diese 3 Punkte:

  1. Erst deine gut geschriebenen, differenzierenden Inhalte veranlassen deine Seitenbesucher zum Handeln. Bei langweiligen Plattitüden tun sie: nichts!
  2. Erst deine sorgfältigen und fachlich brillant fokussierten Beiträge bringen dich bei den Suchmaschinen nach oben.
  3. Erst deine vertrauenserweckend geschriebenen Inhalte (selbstverständlich müssen wie wahr und nicht gelogen sein) und deine vertrauenserweckenden zahlreichen Referenzen machen aus atemlos scannenden und dann in der Tiefe lesenden Interessenten neu gewonnene zahlende Kunden.

 

Kurz: Der Unterschied, warum man zu dir, dem Schmied, soll und nicht zum Schmiedel ums Eck.

Design kann viel, aber Design allein kann diesen Unterschied nicht so deutlich ausdrücken. Unterstützt jedoch deine entscheidenden Botschaften auf eine großartige, angemessene Weise. Design ist kein Selbstzweck für eine Ego-Show.  

Mache einen Termin mit mir, wenn du das interessant findest und ebenso siehst!

Mache bitte keinen Termin mit mir oder mit uns, wenn du immer noch findest, dass das unnötig sei und es nur auf ein superdolles Logo und superdolle Farben ankomme (tut es nicht, aber egal). Wir danken dir aufrichtig.