Grafikdesign-Kunden wollen Resultate sehen!

Grafikdesigner München - ganz schön angefressen

Grafikdesigner, vergesst eure schönen Grafikdesign-Beispiele im Netz. Kunden eines Grafikdesigners brauchen Resultate, Lösungen!

Eine Kritik am Internet.

Stimmt das? Ist das so mit den Resultaten? Was macht gute eigene Werbung eines Grafikdesigners aus? Und was sind denn Resultate genau? Doch Fallgeschichten, Show Cases, all diese entstandenen Referenzen, die mit einer Geschichte gerahmt sind, oder etwa nicht?

Was ist für im Netz suchende Auftraggeber wichtig, was wollen sie von einem Grafikdesigner, den sie respektieren und beauftragen würden, sehen, hören und lesen? Was nicht?

Ich will ehrlich sein: Ich habe keine Ahnung.

 

Besser gesagt: Ich habe keine Ahnung mehr.

Vor wenigen Jahren dachte ich noch, ich hätte Ahnung und man müsse als kleiner Design-Donald (nicht Trump, Sie schon wieder!) den Onkel Googlebert & Tante Gu nur dazu bringen, einen mit klugen Wissensartikeln und aussagekräftigen Grafikdesign-Referenzen mit ihren Entstehungsgeschichten und Lösungsansätzen möglichst weit oben zu ranken. Dann wird alles gut. Sie werden zuhauf lesen, kommen und schöne Anfragen stellen. Ach, Inbound-Marketing, was bist du herrlich: Ich ranke auf der SERP, alles wird gut!

Das war Unsinn.

Naja, nicht ganz. Doch, es sind schon welche gekommen, viele. In manchen Wochen mehr, als ich spontan (das heißt schnell) beantworten konnte. Es wurde sogar allmächlich sportlich. Auch die Stellen-Bewerbungen nahmen zu. http://www.the-missinglink.de/allgemein/die-3-immerwaehrenden-fehler-von-bewerbern-fuer-grafikdesign-in-muenchen-und-warum-sie-es-immer-noch-falsch-machen/

Es ist jedoch so, dass man die beste Zeit für die eigentliche kreative Arbeit braucht: Grafikdesign und Logodesign, WordPress. Um seinen Kunden das zu liefern, was sie sich wünschen: tolle Ergebnisse und gute, schnelle, pünktliche Arbeit. Die Buchhaltung will auch noch gemacht sein. Ein kleines Grafikdesign-Büro ohne eigenen Vertrieb und ohne externe Buchhaltung zerreisst dieser Triathlon fast.

 

Das übliche Gejammer von Leuten, die besser etwas anderes gelernt hätten

Stimmt!

Genug gejammert. Ich sann auf Abhilfe. Der Tag hat 24 Stunden und keine 36. Ein unausgeschlafener, jammeriger Grafikdesigner (ein unausgeschlafener Texter erst) ist nicht das, was gewünscht wird.

 

Jetzt kommt’s

Der Punkt ist (Theorie aller selbsternannten Wunschkunden-Coaches, die es im Netz wie Sand am Meer gibt), dass man als Grafikdesigner sich für diejenigen sichtbar und interessant machen soll, die gute Grafikdesign-Kunden* für einen werden können.

Welche, die man will. Indem man sie abholt, wo sie seien und ihnen Fallgeschichten erzählt und Lösungen anbietet.

*Ein guter Grafikdesign-Kunde ist einer, der dich als Person schätzt, deine Arbeit schätzt, sich freut, mit dir zusammen zu arbeiten und zeitnah bezahlt, was er zeitnah Gutes bestellt hat.

Vorteil: Ist gar nicht so böse, wie es klingt, denn es spart auch dem zukünftigen Dochnicht-Kunden Zeit. Helps a lot! Klingt nachhaltig, geradezu smart. Vor allem im smarten München.

 

Nicht mehr und nicht weniger. Klingt leicht, müsste sich verkaufen wie geschnitten Brot.

Ich sags gleich: Es haute nicht hin.

Ich bekam durch das Internet Grafikdesign-Kunden-Anfragen, auf die ich auf normale Art (offline) nie im Leben gekommen wäre. Mit denen ich offline nie in Berührung gekommen wäre:

 

1.

Die einen wollten klar und deutlich Design-Klau. Und zeigten grobes Unverständnis, warum ich mich genieren tat.
(Meines Mannes lässige, grinsende Antwort: Was denkst du. Wir sind in München, schon vergessen? ;-)  war für mich in dieser Situation nicht befriedigend und ich warf Sachen nach ihm. Ich haderte.

2.

Die anderen zerstritten sich zuvor – bevor sie hier anfragten – heftigst mit mindestens drei Generationen vorheriger sich bemühender Grafikdesigner und Texter.

Und gaben das auch noch zu, damit wir dann die Besten aller Zeiten würden. („Nur das mit dem Budget, Sie verstehen, das haben wir leider schon ausgegeben!“) Wir müssten sie dringend dennoch retten, weil die anderen seien alle doof gewesen und unfähig. Das wärmt des Grafikdesigners angefragte und viel zu liebe Seele nur eine Sekunde lang. Schmerzende Lebens- und Menschenerfahrung: Das wird zu 99% nix. Sie werden uns ebenfalls einkochen, weil es ihre Art ist.

3.

Wiederum andere, bereits fast Stammkunden (fast), hobelten einen extra für ihre Situation speziell niedrig kalkulierten Ansatz – wir sind ganz Liebe und denken in ihrem Budget mit, nehmen niemanden aus – dann noch zweimal bis auf das blanke Knochenmark runter, dass nur noch Schwarz-Putzen in Bogenhausen als Honorar-Alternative übrig blieb. Dafür dann nicht. (Nichts gegen Putzkräfte)

4.

Das Beste zum Schluss:

Grafikdesign-Referenzen konnten die meisten Internet-Besucher nicht recht einschätzen und sie lesen die Falltexte dazu kaum.

Das klingt dann so: „Wissense, Sie hamja schöne Sächelchen für andere Kunden gemacht, aber mir sacht das alles beim Gucken gar nichts. Ich weiß immer noch nicht, welchem Grafikdesigner ich den Vorzug geben soll! – Da hat mir als Rettung Ihre Website ganz gut gefallen, wo Sie irgendwo gesagt haben, dass Werber und Grafiker eh alle austauschbar wären und dann hab ich Sie angerufen!“

Na toll! Haben wir nicht so geschrieben. Eher das Gegenteil. Macht nix.

Doch, so wird leider im Netz besucht: flüchtig, Scan-artig. Vor allem gelesen wird nur flüchtig. Wissenschaftlich bewiesen. Die Fallgeschichten, die man zu den Referenzen schreibt, werden also nicht oder kaum gelesen. Egal, wie kurz und würzig man die betextet. Man kuckt auch da nur die bunten Bildchen an.

 

 

Unsere Haltung zur Internet-Kundengewinnung per Tante Google und Onkel Googlebert ist seither ordentlich gespalten.

 

Wertschätzende Weiterempfehlung finden wir hingegen toll.

Genial, wenn ein Bekannter oder Grafikdesign-Kunde, der weiß, wie wir arbeiten und uns schätzt, an einen bestimmten Grafiker, Texter an uns denkt und uns aktiv offline (= im realen Leben) weiterempfiehlt.

Diese Google-Empfehlungen mit den inflationären 5-Sterndeln, da weiß man als hoffnungsvoller Demnächst-Kunde nicht, was man davon halten soll. Zuviel 5-er-Lobhudel und keine die Wirklichkeit abbildende ehrliche Mischung aus allem. Mit 2 auf Google-Plus und Jameda hoch bewerteteten Tierärzten und Handwerkern bin ich selbst schon kräftig reingefallen. Lehrgeld gezahlt.

 

Ironie-Hinweis

Wer diesen Text mit der dafür nötigen Portion Ironie, Humor und der Fähigkeit sich selbst und uns auf die Schippe zu nehmen, lesen kann: welcome!

 

 

 

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