Hauptsache anders sein. Aber wie?

Anders sein - Grafikdesign München MISSING LINK

Viele Kunden wissen, was sie nicht wollen.

Auf keinen Fall diese händeschüttelnden Business-Stockbildchen. Das wissen sie ganz genau: „Wir wollen anders sein als andere!“

 

„Das Geheimnis des Erfolgs? Anders sein als die anderen.“ 

Woody Allen sagte das.

Natürlich aber gehört zum Erfolg mehr als diese Plattitüde. Man muss nicht nur anders sein, sondern hart arbeiten. Weil man einen Plan hat, welches Anderssein genau den Erfolg bringt. Einfach irgendwie anders zu sein, das führt nicht zum Erfolg. Woody lebt das Andere als strukturierter Fleißiger, der sich von Hollywood befreite. Das machte ihn spektakulär anders und später dann erfolgreich.

Auch Auftraggeber und Inhaber wollen gern Woodys Erfolg haben, nicht nur Texter, Programmierer oder Grafikdesigner. Eigentlich wollen alle immer anders sein als die anderen, den anderen Auftritt haben, sich abheben, sich distinguieren. Wenn es nur nicht so verteufelt schwer wäre. Grund meist: der verflixte unreflektierte Herdentrieb, der in uns genetisch verankert ist. So kommt es, dass viele nicht mal im Ansatz erahnen, wie sie denn anders sein könnten, weil sie eine Hemmung haben, anders zu sein. Lehnt man uns dann ab? Wird man dann nur zum wunderlichen Außenseiter? Es fehlt oft auch an Reflektion darüber, an Mut und an Vorstellungskraft.

 

Der Fehler, den wir Kreativen dann beim Überzeugen machen.

Es sind meist nur die Kreativen und die Grafikdesigner, die über eine kräftige bildliche Vorstellungskraft des Neuen, Anderen verfügen, die sehr gut in die Zukunft imaginieren können.

Der Rest kann das nicht so gut, weil er das beruflicherseits kaum so intensiv geübt haben kann. Viele Auftraggeber können es kaum. Vergisst sich als Kreativer so leicht. Man glaubt, jeder andere Mensch könnte das auch genauso, wenn man ihm die Vorhaben nur bildlich genug schildert. Leider lügt der persönliche Blick von innen, welcher uns suggeriert: Das, was du innen in dir drin siehst und denkst, das nimmt der andere auch wahr, wenn du es ihm mit guten Worten mitteilst. Tut er nicht. Er hört nur die Worte. Wir wissen nicht, welche inneren Bilder der andere hat oder nicht hat, welches Kino im Kopf er dabei hat. Er hat mit Sicherheit ein etwas anderes Kino im Kopf.

 

Lösung

Immer, und das heißt immer, anfassbare Beispiele für das Andere dabei haben. Zeigen, zeigen, zeigen. Auch im lockeren Kennlerngespräch.

 

Ein kleiner Ausflug zum Abschluss in die Biophysik: Wissen wir, ob das, was wir als Farbe Rot sehen, für den anderen auch das gleiche Rot ist? Oder gar eine ganz andere Farbe?

//www.spektrum.de/alias/wahrnehmung/unmoegliche-farben/1056534