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Die 7 schlimmsten Fehler bei Briefings an Designagenturen

Vorab:

Weshalb Design für das Unternehmen so wichtig ist

Einzigartige Markterfolge mit ihren Produkten erzielen Unternehmer in hochentwickelten industriellen Märkten immer seltener durch rein technische Neuerungen. Viele erfolgreiche Innovationen sind erst mit inspiriertem Design in Herzen und Köpfe gelangt. Es geht aber nicht nur um große bewunderte Marken wie Apple oder Nike. Große und kleine Unternehmen sowie deren Designer  – also alle  – vernachlässigen grundsätzlich wesentliche Bedürfnisse der Verbraucher im Umgang mit Produkten und Botschaften.

Die einfache Wahrheit:
Wenn Kommunikation und Design nicht arbeiten, kaufen Verbraucher nicht.

 

Was tun? Kommunikation und Design sind doch Ihre Marketingwerkzeuge, die die Dinge erst sichtbar machen, über Verlockung und Kauf entscheiden, Kundenzufriedenheit bewirken. Sie sind im Grunde eines Ihrer wichtigsten und nachhaltigsten Kundengewinnungs-Tools. Nicht kurzfristige Aktionen oder gar Hardselling.

Designer werden diese Botschaft gerne hören und wenn alle Designagenturen so denken würden, müssten sie vor Aufträgen ersticken. Ihr Fehler: Sie wollen einen Platz im Design-Museum gewinnen. Ein wahrer Designer sollte jedoch für Sie arbeiten wollen und das Beste für Ihre Marke und Ihre Kunden tun wollen: mit effektiver Kreativität.

 

Effektive Kreativität mit Design meint:

Design-Lösungen, die etwas bewirken. Die Ihren Verbrauchern angenehme Benutzbarkeit bei gleichzeitig überraschendem, so noch nicht gehabtem Erlebnis bieten.
Ein paar einfache Beispiele, die Sie sicher kennen:

  • weiche Kanten (angenehme Optik, weniger Verletzungsgefahr);
  • klare deutliche Farben (rasches Wahrnehmen);
  • perfekt lesbare Schrift, die groß genug ist (angenehmes Lese-Erlebnis ohne Ermüdung);
  • überraschende Bilder, fesselnde Texte, gepflegter, satter Sound (das gute Gefühl, vom Unternehmen als König/Experte wahrgenommen zu werden);
  • seidige Oberfläche (angenehme, aber dennoch griffige, nicht wegrutschende Haptik; kein beim Lesen blendender Hochglanz).

 

Das traurige Fazit: Effektive Kreativität im Design kann sich bei vielen Unternehmen in der Praxis nicht durchsetzen, obwohl sie ein erstklassiger Wettbewerbsvorteil ist.

 

Was läuft beim Design schief?

Warum bekommen Sie als Unternehmer nicht die Ergebnisse, die Sie brauchen?

Ist Ihre Designagentur dumm?

Machen gar Sie etwas falsch?

 

In meiner langjährigen Erfahrung als Designer für große Kunden als auch für KMU habe ich zusammen mit Kollegen und Kunden die Antworten darauf gefunden, was schief läuft. Einige haben auch mit den Briefings und falschen Checklisten zu tun, die den direkten Weg in die Hölle pflastern.
In 7 Fehler bei Agentur-Briefings als direkter Weg in die Hölle lesen Sie, welche gravierende Fehler gemacht werden und wie Sie sie in Zukunft verhindern können.

 

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Sind Sie ein Amateur- oder ein Profi-Client? Kunden-Typologie.

Eine kleine Typologie*:

Häufig: Der Amateur-Client der Werbe- oder Designagentur.

Amateur-Clienten kommen vor 1. als Unternehmer, Geschäftsleute, Shop-Inhaber, die 2. die Dienste einer Werbeagentur,  eines Grafikdesigners nur sporadisch brauchen.

Sie haben deshalb wenig Erfahrung, wie sie vorgehen sollen, wenn sie einen Auftrag vergeben. Und verstehen die Arbeit der Werbeagentur oder des Grafikdesigners, des Texters nicht wirklich. Weil ihnen ihr eigenes Geschäft sehr wichtig ist, neigen sie dazu, diese Dienstleister sehr detailliert zu mikromanagen.

Amateur Clients fehlt die professionelle Distanz, sie stecken nah, meist zu nah am Produkt fest. Mit ihnen wird jedes Projekt sehr persönlich.

 

Einige Merkmale, die die meisten Amateur-Clienten gemeinsam haben

  1. Sie tun sich extrem schwer, ihre Vorstellungen zu briefen und klar mitzuteilen, was sie denn als Endergebnis von ihrer Werbeagentur erwarten.
  2. Sie brauchen lange, um ihre endgültige Meinung herauszufinden und ihrer Werbeagentur ein definiertes Feedback zu geben.
  3. Sie ändern ihre Meinung häufig, frustrieren ihre Werbeagentur damit und erhöhen ihren Zeitaufwand um einiges.
  4. Obwohl sie ihre Werbeagentur im Kreis herumführen und ihre Zeit beanspruchen, verstehen sie nicht, weshalb sie das bezahlen sollen.

 

Der Profi-Client der Werbeagenturen

Im Gegensatz dazu hat der Profi-Client Erfahrung, mit Werbeagenturen, Grafikdesignern, Textern und Fotografen zusammen zu arbeiten. Warum? Er hat häufig Aufträge für sie, er macht das öfter. Er versteht das Wesen der kreativen Arbeit annähernd und ist sich über seine Rolle (Distanz, kein Mikromanagement) und die Rolle der Werbeagentur (kreative Hochleistung, Zielerreichung) im Klaren.

  1. Er wertschätzt den Zeitaufwand der Werbe- oder Designagentur.
  2. Er hat selbst ebenfalls genug zu tun und hat so gar keine Zeit, seine Werbeagentur zu mikromanagen.
  3. Er ist  strukturiert, gibt seiner Werbe- oder Designagentur gute Kreativ-Briefs und vertraut ihr so weit, dass sie weiß, was sie damit anzufangen hat.
  4. Er weiß, welche End-Ziele und welche End-Ergebnisse er erwartet und ändert selten seine Meinung.

Profi-Clienten sind oder waren meist Angestellte großer Unternehmen; sie arbeiten mit Budgets, Zielen und Deadlines. Sie diskutieren in der Regel nicht über jede kleine Kostenposition, sondern denken in Etats und Zielerreichung.

 

Welche Art Client sind Sie?

Sind Kosten für den Profi-Clienten wirklich nicht wichtig?

Sind Sie eine Mischform? Aus was?

Was können wir speziell für Sie tun?

Wie können wir Ihnen helfen, die Auftragsvergabe und den Arbeitsprozess zu professionalisieren, zu vereinfachen?

Wir sind neugierig auf Ihre Meinung, die Sie einfach ins hier folgende Kommentarfeld geben können.

 

* Frei aus dem Englischen von David Saxe, Quebec. Er ist zwar Fotograf, doch seine Erkenntnisse über verschiedene Arten von Auftraggebern lassen sich auf Werbeagenturen und Designagenturen übertragen. Die Originalquelle:
//rising.blackstar.com/the-two-types-of-photography-clients-%E2%80%94-and-why-you-should-only-want-to-work-with-one-of-them.html